Stocksportrummel in Niederhummel

02.03.2026 ·

Was beim 28. Bayerischen Turnier im Schulstocksport in Niederhummel geschah

Erneut war das diesjährige 28. Bayerische Turnier für den Schulstocksport ein außergewöhnliches Ereignis für uns Mengkofener. Wirklich!

Oft als „Newcomer“ kämpften wir in „all den Jahren“ gegen die besten Mannschaften sprichwörtlich Deutschlands und trotz starker Leistungen in manchen Jahren waren wir natürlich nie Favoriten auf den Sieg.

Es war ein hartes Turnier: 6 Kehren (oder Runden) – statt der 4, die wir erwartet hatten. Das berühmte rauhe Niederhummler Pflaster, ganz anders als unsere kuschlig geschmeidigen Bahnen zuhause. Und dann: Wir spielten in der höchsten Altersklasse mit unseren Schützen und einer Schützin aus den Klassen 5 bis 7.

Doch wie konnte es zu all dem kommen?

Eigentlich ganz einfach: dieses Jahr begeisterte das Trainerteam des SV Mengkofen und der Stocksport selbst so viele Schüler, dass wir unter ihnen einfach nicht eine Auswahl treffen wollten, die viele enttäuscht hätte. Denn so viele Talente sind erwacht.

Die mittlere Wettkampfklasse wäre eigentlich unser Feld gewesen. Die ist aber immer eher überlaufen. Und so hat uns Herr Manfred Huber von der Niederhummler Heimmannschaft und Organisator des Turniers das superliebe Angebot gemacht, dass wir mit vollen 4 Mannschaften, also 16 Schülern (jeweils 3 und 1 Ersatz), in die weniger besetzte oberste Wettkampfklasse einziehen dürften.

„Europameister“ – das Wort fiel in der Halle ständig, „wir kämpfen gegen einen Europameister!“ Ich konnte das zwar nicht ganz überprüfen, aber man musste nur die Augen aufmachen: es wurde „gewabbelt“ (eine aktuelle Profi-Dreh- und Spintechnik) und Schüsse ausgeführt, dass der Stock auf (!) der Daube (das Ding, an das man möglichst nahe herankommen soll) zu stehen kam. Unglaublich!

Unglaublich, aber!

Aber unsere Schützen und unsere Schützin ließen sich keine Sekunde den Schneid abkaufen – Platten wurden gewechselt, taktische Tipps ausgetauscht, es war konzentriertes Langzeitspiel – und wir kämpften länger veritabel um einen 3. Platz. Ihre Namen seien hier einmal digital verewigt – die Olympioniken in Italien – der Sportsgeist und der Spaß der Mengkofener Schützen in Unterhummel:

  1. Klasse: Raphaela, Paul, Lennox
  2. Klasse: Manuel, Niklas, Nico, Felix, Sebastian, Lenny
  3. Klasse: Erik, Mikolaj, Tobiasz, Michael, Corbinian, Adrian, Korbinian

Und das zweit-allerbeste:

Die Unterstützung durch unseren aktiven Stockschützen-Verein!

Wir hatten ein Trainerteam dabei, das sich sehen lassen konnte: (Mehr als) jedes der 4 Mengkofener Teams mit eigener Betreuung vor Ort: Mut machen. Letzte Tipps. Strategische Anweisungen. Techniken vorzeigen. Zielangaben. Rufe quer die Halle.

Vielen Dank! Auch unsere Helfer seien hier genannt:
Agatha und Maxi Gamroth, Elmar Kalteis, Georg Greitl und last but not least Nico Gründig (dessen Einsatz für die Möglichkeit mitzufahren habe ich life mitbekommen).

Auch dieses Jahr möchte ich wieder unterstreichen, dass das keine „Festtagsbeziehung“ zwischen Schule und den erfahrenen Schützen und Trainern und Trainerinnen des SV Mengkofen ist, sondern seit inzwischen einigen Jahren eine verlässliche Partnerschaft. An vielen Nachmittagen wenden von ihrem Sport erlebbar begeisterte Schützen und Schützinnen ihre Zeit auf, um uns im Schulsport in der Halle das Stockschießen nahezubringen.

Auch die schulische Seite sollte Erwähnung finden:
Herr Fischer ist fast schon als Stockschießfaktotum zu bezeichnen. So langsam versteht er die Regeln. So weit, so wenig ungewöhnlich.

Nur war dieses Jahr aber – wie eingangs erwähnt – etwas Besonderes:
Denn unsere neue Schulleiterin Lucia Wuddi hat sich als Stockschieß-Fan herausgestellt und so fuhr sie nicht nur mit, feuerte an, sondern sorgte auch für unsere Finanzierung (das Festmahl im Anschluss), indem sie Sponsoren aktivierte: Und vielen Dank hier auch dem Mengkofener Förderverein für seinen Beitrag.

Zuletzt lass ich kurz – versprochen! – den Pädagogen sprechen: „außerschulischer Lernort mit Hindernissen und Team-Building“.
Viele Sportart-Einsteiger, unbekannter Ort, unvertraute Teams, ein Wettkampf mit wenig Aussicht: unsere Schüler und unsere Schülerin haben das mit einer Disziplin und Freude gemeistert, dass wir alle nur stolz sein können!  Vergleichbare Lernerfahrungen von Selbstwirksamkeit und -behauptung wünschen wir unseren Kindern.

Nächstes Jahr kommen wir wieder. Nehmt euch in Acht.

Stockschützen vor der Fahrt zum Turnier
Stockschützen
Stockschützen

Und wer es nochmal genau wissen will: der Link zum letztjährigen Turnier.