Unsere Schulleiterin Frau Lucia Wuddi organisiert einen praxisnahen, sehr informativen Vortrag eines KI-Experten für unsere Mittelschülerinnen und Mittelschüler.
Auch unser Schulrat Herr Michael Schütz reist aus Dingolfing an und lässt sich dieses Ereignis nicht entgehen.
Risiken und Chancen der KI
Das interessante am oft interaktiven Vortrag:
Risiken und Chancen weden sehr konkret benannt und an Beispielen gezeigt.
Der Vortrag ist witzig und auf eine mögliche (berufliche) Zukunft unserer Schülerinnen und Schüler in unserer Region bezogen.
Der Vortragende
Herr Philipp Mann von der KI Agentur Philipp aus Dingolfing besucht uns in der Aula mit diesem Vortrag und vielen Anwendungsbeispielen und Tipps zur Anwendung von KI.
Eine kurze Geschichte der KI
In einer Geschichte der KI erwähnt er die erste Programmiererin der Geschichte – Ada Lovelace, die mit Charles Babbage in den 1830er Jahren für einen frühen „Computer“ programmierte.
Über den „Turing-Test“ und den „Eliza-Effekt“ erläutert Herr Mann, wie schwer es uns heute fällt KI nicht zu vermenschlichen und wie wir sogar emotionale Beziehung zu diesen „Wahrscheinlichkeitsmaschinen“ aufbauen.
Nachdem im „KI-Winter“ dem Thema kaum Beachtung geschenkt worden war, befeuerten KI-Erfolge in Spielen wie Schach, Jeopardy! und Go wieder das Interesse von Entwicklung und Öffentlichkeit.
2022 startete der uns allen bekannte Hype mit den ersten Sprachmodellen und ihren Erfolgen auch in der Wissenschaft, z.B. in Medizin oder Chemie.
Herr Mann erläutert die Präsenz von KI im Alltag, die uns oft z.B. in der Nutzung sozialer Netzwerke nicht direkt bewusst wird.
Mit KI zeichnen
In einem ersten interaktiven Teil darf ein Schüler eine KI die eigenen Zeichnungen erraten lassen.
Regionale Anwendungen von KI
Herr Mann zeigt regionale Anwendungsfälle von KI seiner Agentur in der Industrie, Landwirtschaft und Gewerbe.
Eine visuell geschulte KI klassifiziert Gurken bei Develey. Apotheken und die Firma Mossandl nutzen KI in Telefondiensten, um Kundenfragen zu vereinfachen.
Herr Mann betont immer wieder, dass Menschen nicht ersetzt, sondern in für sie lästigen und sich wiederholenden Stellen entlastet werden sollen.
Ethik & Sicherheit
Den größten Bereich widmet Herr Mann ethischen Fragen, z.B.
- soll es offenzulegen sein, wenn z. B. ein Mensch in einem Kundengespräch auf eine KI trifft?
- das Problem von erfundenen Fakten in „KI-Halluzinationen“
- der steigende Energiebedarf von KI-Rechenzentren
- Voreingenommenheit von KI-Antworten in gesellschaftlich relevanten Bereichen
- die auch Teenager betreffende Gefahren emotionaler Abhängigkeit von KI und falscher Erwartungen an echte menschliche Beziehungen
- die Geschwindigkeit mit der KI-Systeme, z.B. in TikTok, Profile aus dem Nutzerverhalten erstellen und wie daraus folgend, die zugespielten Inhalte sich immer mehr eingrenzen und „Blasen“ es kaum mehr zulassen sich neutral und umfassend zu informieren
- das Problem der Deepfakes: Ein Ratespiel für die Schüler und Schülerinnen beweist unterhaltsam, dass es praktisch nicht mehr möglich ist, durch KI veränderte erstellte Inhalte zu erkennen
Praxiswissen Schüler
Zum Abschluss zeigt Herr Mann noch ein kleines Projekt für Lernende: Ein KI-System wird mit Infos zu einem Lernthema als Lernhilfe ausgerüstet: Die KI erstellt Quizzes, Mindmaps, Karteikarten oder einen Podcast und erweitert so die Möglichkeiten des Lernens – ohne eigenständiges Denken abzunehmen.
So schließt Herr Mann mit den Worten, dass die KI ein Werkzeug sei und auf keinen Fall ein Ersatz fürs eigene Denken, denn „Verstehen ist wichtiger als Antworten“.
Vielen Dank, Herr Mann.
An einigen Fragen nagen wir aber doch weiter:
Wie gut kann Herr Mann eigentlich Snowboard fahren?
War er vielleicht schon einmal mit „The Rock“ auf der Piste?
Wie wandern Tiere wirklich?