Zwischen damals und morgen: Ein besonderer Schulvormittag

14.04.2026 ·

Die Klasse 3a im Dialog mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen

Manchmal wird Unterricht plötzlich ganz lebendig – genau das haben wir, die Klasse 3a der Grundschule Mengkofen, bei unserem Besuch im Kreisseniorenheim St. Antonius erlebt. Statt nur im Klassenzimmer über ein historisches Ereignis zu sprechen, konnten wir Menschen begegnen, die dieses Ereignis selbst miterlebt haben.

Ausgangspunkt war unser Thema im Heimat- und Sachunterricht: die erste Mondlandung. Im Unterricht hatten wir uns darauf vorbereitet, indem wir gelernt haben, wie man Informationen recherchiert, Quellen hinterfragt und eigene Fragen entwickelt. So konnten wir gut vorbereitet in die Gespräche gehen.

Im Seniorenheim wurden wir freundlich empfangen und schnell ergaben sich intensive Gespräche. Die Bewohnerinnen und Bewohner berichteten uns von ihren persönlichen Erinnerungen an das Jahr 1969. Sie erzählten, wie sie die Mondlandung verfolgt haben, welche Eindrücke ihnen besonders im Gedächtnis geblieben sind und warum dieses Ereignis für sie so bedeutend war. Für uns war es beeindruckend, Geschichte nicht nur zu lesen, sondern aus erster Hand zu hören.

Spannend wurde es auch, als wir den Blick in die Gegenwart richteten. Gemeinsam sprachen wir über aktuelle Entwicklungen in der Raumfahrt, etwa über den Testflug des bayerischen Unternehmens Isar Aerospace sowie über neue internationale Mondmissionen. Dadurch konnten wir gut erkennen, wie rasant sich Technik und Möglichkeiten seit der ersten Mondlandung weiterentwickelt haben.

Neben der Raumfahrt ging es auch um das Leben früher. Die Seniorinnen und Senioren erzählten uns von ihrer Kindheit, ihrem Alltag und davon, was sich im Laufe der Zeit verändert hat. Diese persönlichen Einblicke machten viele Unterschiede besonders anschaulich und regten uns zum Nachdenken an.

Die Gespräche waren von großer Offenheit geprägt. Wir hörten aufmerksam zu, stellten Fragen und kamen immer wieder ins Gespräch. Gleichzeitig war deutlich zu spüren, wie sehr sich die Bewohnerinnen und Bewohner über unser Interesse freuten.

Für uns war dieser Vormittag mehr als nur ein Unterrichtsgang. Wir haben erlebt, wie spannend Lernen sein kann, wenn man Menschen begegnet, die ihre eigenen Erfahrungen teilen. Der Austausch zwischen Jung und Alt hat uns gezeigt, dass Geschichte nicht nur in Büchern steht, sondern in den Erinnerungen von Menschen weiterlebt.

Ein besonderer Dank gilt dem Alten- und Seniorenheim St. Antonius sowie allen Bewohnerinnen und Bewohnern, die sich Zeit für uns genommen haben. Durch ihre Offenheit, ihre Geduld und ihre persönlichen Geschichten haben sie diesen Vormittag für uns zu etwas ganz Besonderem gemacht.